Sonntag, 7. Juli 2013

Mückentest im Spreewald- 4.-7. Juli 2013

Das verlängerte Wochenende mit Freunden im Spreewald zu verbringen, war schon lange geplant. Also ideal, um unsere Ausrüstung zu testen und uns wieder an das Zeltplatzleben zu gewöhnen. Immerhin habe ich, Sandra, das letzte Mal 1989 gezeltet. Deshalb hatte ich gemischte Gefühle, aber war trotz einiger Zipperlein zuversichtlich. Eigentlich gibt es ja auch kein zurück mehr; Bahn und Fähre sind gebucht.

Am Donnerstag, 14 Uhr, fuhren wir mit dem Zug nach Riesa, von wo wir nach ca. 45 km auf einen wunderbar gelegenen Wald-mit-See-Zeltplatz kamen. Der Imbiss dort war spartanisch (Pommes rot/weiß), sodass unsere selbstgekochte Linsensuppe zu einem Festmahl wurde. Aber wenigstens gab es ein kühles Bier:).

Am nächsten Morgen,  nach gefühlten 3 Stunden Schlaf hangabwärts ;), aber ohne Schmerzen,  schafften wir es, in 1,5 Stunden abreisebereit zu sein; sicher noch ausbaufähig.

Gemütlich ging es 90 km über Finsterwalde bis nach Lehde bei Lübbenau.

Dort campierten wir auf einer der vielen Inseln, die nur zu Fuß oder mit dem Kahn erreichbar sind. Unsere schweren, fast 1 Zentner wiegenden Fahrräder über die typischen Holzbrücken zu bugsieren, war ein Kraft- und Balanceakt. Zu zweit aber kein Problem.

Am Samstag "trainierten" wir die beim Radfahren immer zu kurz kommende Schulter-Nacken-Muskulatur und Oberarme beim paddeln durch die Spreekanäle; eindeutig anstrengender. Und der Kampf gegen die kleinen und in Massen auftretenden Plagegeister namens Mücke wurde ausgiebig geprobt. Bei entsprechender Anwendung von Mückenspray und  Antimückenbekleidung haben sie keine Chance. Das Zelt blieb weitestgehend befreit davon. Natürlich achtet man nicht immer darauf... ich habe bei 30 aufgehört zu zählen.

Die 3. Zeltnacht ist vorbei und ein wunderschöner sonniger Morgen.

Fazit: Andi fühlt sich wie gerädert, aber das liegt wahrscheinlich eher an seinem momentanen Arbeitspensum... er braucht für den einsetzenden Erholungseffekt relativ lange. Ich dagegen kam jede Nacht besser klar. Und nun steigt die Vorfreude...

Nachdem wir alles, was wir wollten, erprobten und 2 lustige Tage mit unserem "Diner-Club" hatten, traten wir nochmals 75 km in die Pedalen und stiegen nach einer letzten Stunde im, für meine Verhältnisse, Sprinttempo von durchschnittlichen 25 km/h, in Doberlug-Kirchhain in den Zug. Durch eine 10-minütige Verspätung  des Zuges entspannte sich die Lage für uns... und wir hatten noch 13 min. Zeit bis zur Abfahrt.:)